Zum Inhalt springen
Prof. Dr. med. Dagmar Keller LangKardiologie · Sportmedizin — Samedan
de
← Zurück zur Übersicht

Was bedeutet Vorhofflimmern — und was tun?

Vorhofflimmern ist eine unregelmässige, oft zu schnelle elektrische Aktivität der Herzvorhöfe und die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung überhaupt. Es lässt sich mit einem EKG oder einem Langzeit-EKG nachweisen und ist in den meisten Fällen gut behandelbar.

Welche Symptome verursacht Vorhofflimmern?

Typisch sind Herzstolpern, ein unregelmässiger oder rasender Puls, Atemnot, Schwindel oder eine verminderte Leistungsfähigkeit. Vorhofflimmern kann aber auch ohne spürbare Symptome auftreten und wird dann manchmal zufällig bei einer anderen Untersuchung entdeckt.

Ist Vorhofflimmern gefährlich?

Die Herzrhythmusstörung selbst ist meist nicht unmittelbar lebensbedrohlich, erhöht aber das Risiko für einen Schlaganfall, weil sich in den unregelmässig arbeitenden Vorhöfen leichter Blutgerinnsel bilden können. Deshalb ist die Abklärung des individuellen Schlaganfallrisikos ein zentraler Teil der Behandlung.

Wie wird Vorhofflimmern festgestellt?

Ein Ruhe-EKG zeigt Vorhofflimmern, wenn es während der Aufzeichnung vorliegt. Tritt es nur zeitweise auf, ist ein Langzeit-EKG über mehrere Tage geeigneter, um es zu erfassen.

Wie wird Vorhofflimmern behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Beschwerden und individuellem Schlaganfallrisiko und kann Medikamente zur Rhythmus- oder Frequenzkontrolle, eine Blutverdünnung sowie je nach Situation weitere Verfahren umfassen. Welche Kombination sinnvoll ist, wird nach der Abklärung persönlich besprochen.

Wann sollte ich mich abklären lassen?

Bei neu aufgetretenem Herzstolpern, unregelmässigem Puls oder unerklärter Atemnot und Leistungsminderung lohnt sich eine kardiologische Abklärung. Bei akuten, starken Beschwerden wie Brustschmerz oder ausgeprägter Atemnot rufen Sie bitte umgehend an oder wählen im Notfall 144.

Kommt Vorhofflimmern öfter mit dem Alter vor?

Ja, die Häufigkeit nimmt mit dem Alter deutlich zu. Auch Bluthochdruck, Übergewicht, ein hoher Alkoholkonsum, eine Schilddrüsenüberfunktion und andere Herzerkrankungen erhöhen das Risiko.

Kann ich mit Vorhofflimmern normal leben und Sport treiben?

In den meisten Fällen ja — mit der passenden Behandlung führen viele Menschen mit Vorhofflimmern ein normales Alltags- und Sportleben. Welches Mass an Belastung im Einzelfall geeignet ist, besprechen wir anhand Ihres Befunds und Ihrer Beschwerden.

Fachlich geprüft von Prof. Dr. med. Dagmar Keller Lang, November 2026.

Anrufen · +41 81 851 14 14