Zum Inhalt springen
Prof. Dr. med. Dagmar Keller LangKardiologie · Sportmedizin — Samedan
de
← Zurück zur Übersicht

Was passiert bei einer Echokardiographie?

Bei einer Echokardiographie wird das Herz mit Ultraschall untersucht — schmerzlos, ohne Strahlung und ohne besondere Vorbereitung. Die Untersuchung dauert etwa 30 Minuten und zeigt Grösse, Pumpfunktion und Klappen des Herzens.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Sie liegen auf der linken Seite auf einer Untersuchungsliege, der Oberkörper ist frei. Über ein Gel, das die Schallwellen leitet, führe ich einen Schallkopf über die Brustwand und beurteile das Herz aus verschiedenen Winkeln auf einem Bildschirm. Sie hören dabei Ihren eigenen Herzschlag und den Blutfluss als Rauschen — das gehört zur Untersuchung und ist kein Hinweis auf etwas Ungewöhnliches.

Tut die Untersuchung weh?

Nein. Der Schallkopf liegt auf der Haut auf, es gibt keine Injektion, keinen Einschnitt und keine Strahlenbelastung. Manche Menschen empfinden den leichten Druck des Schallkopfs als unangenehm, insbesondere über dem Brustbein — das lässt sich meist durch eine andere Ankopplung vermeiden.

Muss ich mich vorbereiten?

Nein. Sie können vor der Untersuchung essen, trinken und Ihre Medikamente wie gewohnt einnehmen. Bringen Sie bequeme, leicht zu öffnende Kleidung mit, da der Oberkörper während der Untersuchung frei sein muss.

Was zeigt eine Echokardiographie — und was nicht?

Die Untersuchung zeigt die Grösse der Herzkammern, die Pumpkraft des Herzens, den Zustand der vier Herzklappen und die Druckverhältnisse im Herzen. Sie zeigt keine Engstellen in den Herzkranzgefässen selbst — dafür braucht es andere Untersuchungen, etwa einen Belastungstest oder eine Koronarangiographie.

Wann bekomme ich das Ergebnis?

In der Regel bespreche ich den Befund direkt im Anschluss an die Untersuchung mit Ihnen. Einen schriftlichen Bericht erhalten Sie beziehungsweise Ihre zuweisende Ärztin oder Ihr zuweisender Arzt innert weniger Tage.

Gibt es verschiedene Arten der Echokardiographie?

Die häufigste Form ist die transthorakale Echokardiographie (TTE) durch die Brustwand, wie sie in dieser Praxis durchgeführt wird. Daneben gibt es spezialisierte Verfahren wie die Stress-Echokardiographie unter Belastung oder die transösophageale Echokardiographie über die Speiseröhre — diese kommen nur bei bestimmten Fragestellungen zum Einsatz und werden bei Bedarf gesondert besprochen.

Wer sollte eine Echokardiographie machen lassen?

Häufige Gründe sind Beschwerden wie Atemnot, Herzstolpern oder Brustschmerz, ein auffälliges Ruhe-EKG oder ein Herzgeräusch, eine bekannte Herzerkrankung mit Verlaufskontrolle, oder der Wunsch nach einer Vorsorgeuntersuchung. Auch im Rahmen einer sportkardiologischen Abklärung gehört die Echokardiographie zur Standarduntersuchung.

Fachlich geprüft von Prof. Dr. med. Dagmar Keller Lang, November 2026.

Anrufen · +41 81 851 14 14